Maritimes Wohnen

Maritimes Wohnen

Was genau ist der maritime Stil eigentlich? Diese kurze Frage wird im Grunde jeder sofort, und auch durchsaus zutreffend und korrekt, beantworten können. Hat etwas mit Wasser, Meer und eventuell auch Strand zu tun. Soweit, so gut. Bei näherer Betrachtung fällt natürlich auf das es Wasser, Strand und Meer weltweit gibt, überall, auf allen Kontinenten an den Küsten. Und das  der maritime Stil sich abhängig von Land und Region zum Teil deutlich von Anderen unterscheidet erklärt sich quasi von selbst. Daher erfolgt hier zunächst eine räumliche Abgrenzung. „Unser“ maritimer Stil bezieht sich auf Friesland, also das was man allgemein als die Nordseeküste bezeichnet.

Nun aber zum Inhaltlichen Teil, angefangen mit den Farben. Die Farben des maritimen Stils orientieren sich zum einen an den typischen Farben der Seefahrt. Diese sind schon seit Jahrhundert üblich, es handelt sich um Blau, Rot und Weiß. Das hat natürlich gute Gründe, und zwar werden in der Seefahrt seit jeher gut sichtbare Farben verwendet die auch bei schlechtem Wetter und eingeschränkter Sicht noch gut erkennbar sind. Entsprechend eignen sich hier als Ergänzungs- und Kontrastfarben ebenfalls kräftige, gut erkennbare Farben wie z.B.  Gelb, ein kräftiges Grün und auch ein wenig Gold. Wer es lieber ein bisschen altmodischer mag der kann stattdessen auch etwas blassere Pastellfarben einbringen. Auch diese sind, als krasser Gegensatz zu den oben genannten maritimen Farben, durchaus sehr passend für Möbel und Einrichtung.

Die typisch maritimen Materialien sind natürlich alle Arten von Holz, aber auch Stein kann gerne zu einem gewissen Anteil vorkommen. Zwar wirkt Stein auf den ersten Blick überhaupt nicht maritim, wer jedoch gedanklich einmal an diversen Küsten vorbeizieht wird neben den klassischen Sandstränden auch immer wieder solche Strände finden die fast gänzlich aus handtellergroßen, vom Wasser rund geschliffenen Steinen bestehen. Und auch ältere Kai- und Hafenmauern bestehen fast immer aus Naturstein. Somit stellt Stein keinen Stilbruch dar sondern eher eine Ergänzung. Wer zudem noch etwas Metallisches zugeben möchte dem sei Messing ans Herz gelegt. Messing ist ebenfalls ein seit Jahrhunderten in der Schifffahrt gebräuchlich da es im Gegensatz zu vielen anderen Metallen nicht so schnell unter dem Salzwasser der Meere leidet. Messing eignet sich hier somit als Material für kleinere Teile an Möbeln wie z.B. Scharniere und Schlösser sowie für einige Accessoires wie einem in Messing eingefassten Spiegel, Bilderrahmen, Lampen und Leuchten. Jedoch sollte es maßvoll zur Anwendung kommen. Weniger ist hier manchmal mehr.

Maritime Motive zur Verwendung an Wänden, Tapeten, Vorhängen oder auf Decken und Kissen sind typischerweise Segelschiffe, Leuchttürme, Fische und Krebstiere aber auch diverse das Wasser bevorzugende Vögel wie Möwen, Enten, Pelikane, Reiher usw. Derlei Motive runden die Einrichtung gänzlich in Richtung des maritimen Stils ab. Wem das jedoch schon zu viel wird der kann durchaus auch mit schlichteren Dingen arbeiten wie z.B. Tapeten, Vorhängen und Kissen mit geraden Streifen wie Sie sich auf Matrosenjacken oder Offiziersuniformen finden oder auch Tapeten mit horizontal verlaufenden gewellten Linien welche für Wogen des Meeres stehen. Auf dem Trödelmarkt kann man zudem vielleicht noch die ein oder andere Kleinigkeit finden die der Verschönerung dienen wie zum Beispiel ein Flaschen- oder Buddelschiff oder vielleicht sogar einen in einen Rettungsring eingearbeiteten Spiegel.

Somit wären alle Zutaten für einen schicken maritimen Look beisammen mit dem Sie nun nach Lust und Laune anfangen können Ihre Wohnung einzurichten. Ich wünsche hierbei viel Vergnügen.


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